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Das Projekt

Das Projekt „START FREI!“

Gemeinsam mit dem städtischen Leihamt Mannheim und dem Caritasverband Mannheim e.V. hat die Projektgruppe  Wirtschaftspsychologie der Universität Mannheim ein Präventionsprogramm gegen Jugendüberschuldung entwickelt. Mit dem Projekt „START FREI!" wollen die Initiatoren dem Problem der steigenden Jugendüberschuldung in der Metropolregion Rhein-Neckar entgegenwirken. Es kommt zunächst in den Schulen der Metropolregion zum Einsatz. Das komplette Präventionsprogramm inklusive detaillierter Anwendungsanleitung wird kostenlos über diese projektbegleitende Website als Download zur Verfügung gestellt.

Der  Geschäftsführer  des städtischen Leihamts Mannheim Jürgen Rackwitz und Prof. Dr. Karsten Müller, Leiter der Projektgruppe Wirtschaftspsychologie, sehen Überschuldungsprävention als eine wichtige gesellschaftliche  Aufgabe, die auch im Rahmen der schulischen Bildung stärker gefördert werden sollte. Das Präventionsprogramm soll Jugendliche dabei unterstützen, den Umgang mit Geld zu erlernen, die eigenen Finanzen im Griff zu behalten und ein Bewusstsein für den eigenen Konsum zu entwickeln.

Die Arbeit an dem Projekt wurde 2009 im Rahmen von so genannten Service Learning-Seminaren begonnen. Im Rahmen dieser Seminare wenden die Studierenden ihr erlerntes Wissen im gemeinnützigen Bereich an. Gemeinsam mit Vertretern des Caritasverbandes Mannheim e.V. beteiligten die Studierenden  sich aktiv an der Durchführung und Weiterentwicklung verschiedener Schuldenpräventionsmodule in der Justus-von-Liebig-Schule und der Luzenberg-Schule in Mannheim.

Die traditionelle Schuldenprävention fokussiert meist auf der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen. Das Präventionsprogramm „START FREI!“ ergänzt diesen Ansatz um eine weitere Perspektive, indem auch Persönlichkeitseigenschaften in den Blick genommen werden, die negative Konsumhandlungen und somit das Auftreten von Verschuldung begünstigen.

Das Programm wurde so gestaltet, dass es im Rahmen des Schulunterrichts eingesetzt werden kann und seine schwerpunktmäßige Zielgruppe bei Jugendlichen im Altersbereich zwischen 12 und 17 Jahren hat. Es besteht aus vier integrierten jeweils 90 Minuten umfassenden Schwerpunktmodulen, die an verschiedenen verschuldungskritischen Faktoren ansetzen. Die einzelnen Module bestehen aus verschiedenen Bausteinen, die beispielsweise Gruppenaufgaben, Filmclips zum Thema Jugendüberschuldung sowie Lernspiele beinhalten. Bei der Gestaltung der Bausteine wurde großer Wert darauf gelegt, dass sie bei den Jugendlichen eine Motivation zur aktiven Teilnahme auslösen. Derzeit wird das Programm in Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar, wie z.B. der Helene-Lange Schule und der Karl Kübel Schule bereits erfolgreich eingesetzt.

Neben der Erstellung des Präventionsprogramms betreibt die Projektgruppe Wirtschaftspsychologie Grundlagenforschung, um insbesondere psychologische Faktoren von Überschuldung zu identifizieren. So wurden beispielsweise Interviews mit überschuldeten jungen Erwachsenen durchgeführt, um „aus erster Hand“ detaillierte Informationen über Ursachen und Folgen von Schulden zu bekommen. Als Kooperationspartner,  die die Projektgruppe insbesondere bei den wissenschaftlichen Untersuchungen unterstützten, sind Biotopia, das Förderband Mannheim sowie die Arbeitsgemeinschaft Spezialisierte Schuldnerberatung (ASS) Mannheim zu nennen. Finanziell gefördert wird die Forschung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

Das Team:

Prof. Dr. Karsten Müller

 

Tammo Straatmann
Diplom-Psychologe
Thorsten Fauth
Diplom-Sozialwissenschaftler
Johannes Kraus
Bachelor of Science Psychologie

 

Ute Kötter
Diplom-Handelslehrerin
Julia Kensbock Marie-Luise Back
Diplom-Psychologin
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